Erinnerungen

Man muss zunächst reisen, um seine Ziele zu erkennen.

Wenn ich meine Tage nicht bis oben hin voll gepackt habe, hab ich zuviel Zeit zum Nachdenken. Heute beschäftigen mich die Fragen ‚Wo komm ich her?‘ und ‚Wo will ich hin?‘.
Dabei beziehe ich das gar nicht auf die Orte meines Lebens – so besonders viele gibt es da auch nicht – sondern auf alles Emotionale.
Weihnachten ist gerade vorbei und Silvester steht vor der Tür. Blicke ich zurück, sehe ich mich wochenlang voller Vorfreude auf ein Fest der Liebe im Kreis meiner Familie blicken. Die letzten beiden Jahre sah das völlig anders aus. Die Vorweihnachtszeit hat mich traurig gemacht oder einfach nur genervt. Meine Familie kommt an Weihnachten nicht mehr zusammen. Meine Eltern sind nichtmal im gleichen Land, weil sie es nun vorziehen Urlaub zu machen und mir an Weihnachten dann eine SMS schicken, in der sie dann betonen, wie sehr ich ihnen fehle.
Es gab mal eine DVD von unserem Weihnachtsfest in 2006. Wir sitzen alle am Tisch meiner Eltern, mein Bruder filmt. Wir trinken Wein, spielen Gesellschaftsspiele und lachen.
Wenn ich mich umhöre, scheint es, dass niemand Weihnachten so emotional ansieht. Es ist reiner Kommerz und ein paar zusätzliche Tage frei im Jahr.
Vielleicht bin ich zu melancholisch.
Vielleicht lege ich zuviel Gewicht hinein. Vielleicht habe ich allerdings auf meiner Reise gesehen, wie es sein kann. Sind es die schönen Erinnerungen, die uns traurig stimmen?

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