Tag 248

Beim Spaziergang greife ich nach der Hand meiner Vierzehnjährigen. Als ich an ihr Alter denke, frage ich: „Ist dir das peinlich?“ „Nein Mama, hier kennt mich doch kein Schwein.“ „Also wäre es peinlich wenn du hier Schweine kennen würdest? Oder Menschen?“ „Nö. Meine Freunde wissen alle wie sehr ich dich liebe…“

Mitten ins Herz. Einfach so. Nebenbei. 

Interpretationen

Es ist wie es ist.

Ich schließe meine Augen.
Den Kopf auf deiner Brust.
Höre deinen Herzschlag.
Rieche deinen Körperduft.
„Was machst du da?“
-„Kuscheln.“

Es ist wie es ist.

Wir nehmen unsere Momente wahr.
Jeder für sich.
Es war unser Moment.
Jedoch nur für mich.

Es ist wie es ist.
Wir sind uns nah.
Und irgendwie auch nicht.

Es ist wie es ist.

Montagmorgen 8/52

„Ich möchte dich gerne sehen…“

So ein einfacher Satz.
Wann ich den zuletzt selbst gesagt habe, weiß ich ganz genau.
Was ich nicht weiß: wann genau habe ich diesen Satz das letzte Mal gehört?
Habe ich ihn überhaupt mal gehört?

Es gibt viele Arten, jemandem zu sagen, dass man einem wichtig ist, etwas bedeutet. „Fahr vorsichtig“, „iss deinen Apfel“, „Pass auf dich auf“,…
Ist es das gleiche bei dem Wunsch jemanden zu sehen?
Ein vorwurfsvolles „Du hast ja nie Zeit“ sagt doch am Ende das gleiche aus. 
Assoziiert man dadurch ein „Ich möchte dich gerne sehen…“ automatisch mit Negativem? Ist es nicht vielmehr eine schöne Aussage, als ein Vorwurf?

Ich freue mich darüber, wenn Menschen mit mir Zeit verbringen wollen.

Vermutlich vermisst mich niemand, weil ich immer so präsent bin.
Ich bin ja hier.

Obwohl niemand sagen kann, wie lange noch…
Ich schweife ab…

Farbe (er)leben

ryan-taylor-farbexplosionenDie reinsten und gedankenreichsten Geister sind die, die Farbe am meisten lieben. – John Ruskin

Wolkendecke.
Grau in grau.
Ein Regenschauer.
Sonnenschein.

Dem Regen folgt der Sonnenschein. Immer.
Ein Regenbogen.
Bringt Farbe ins Leben.
Ich möchte bis ans Ende des Regenbogens laufen.
Bis ans Ende der Welt.
Wo ist die Welt zu ende?

Neues erleben. Neues entdecken.
Alles wieder vergessen.

Die Augen öffnen und einfach glücklich sein.
Müde, ausgelaugt und selig.

Dann, langsam, meldet sich die Vernunft.
„Guten Morgen. Ich bin wieder da. Behalte dir dein gutes Gefühl, solange es geht – jetzt passe ich besser auf.“

Ich bin bereit für einen neuen Weg. Meine Koffer sind gepackt.

 

Traumtänzerin

Bild

Wir denken zu viel und fühlen zu wenig. – Charlie Chaplin

Hiermit möchte ich klarstellen: ich bin pro Gefühl!
Physisch, psychisch – ich möchte fühlen. Alles. Am liebsten gleichzeitig.

Spüren, fühlen, riechen, schmecken. 
Diese kleinen Knöpfe vom Hemd öffnen.. nach jedem einzelnen ein weiteres Stück Haut unter meinen Fingern spüren.
Einatmen.
Das Gefühl festhalten.
Implodieren und explodieren.
Ausatmen.
Einfach sein.
Eins sein.
Nicht darüber nachdenken.
Genießen.
Unbeschwert.

Ein Verlangen breitet sich aus. Langsam, aber unaufhaltsam.
Verrückte Gefühle.
Verändern sich.
Verändern mich.

Verrückte Welt.
Ich brauche Schlaf.