Wolkentanz

Ich mag es in einem frisch bezogenen Bett zu liegen…

Lieber Traum, komm in meine Nacht. Umarme mich von hinten und gib mir ein warmes Gefühl. Lass uns auf Wolken tanzen.. zweisam, gemeinsam, niemals einsam… nur ein kleines Gefühl der Sicherheit…bis morgen früh.

Ich bin so müde.

Steine im Wind

Es gibt Tage an denen mein Kopf sich nicht entscheiden kann, ob er nun völlig überfüllt oder einfach nur leer ist.

Ich träume..
Ich laufe durch mir unbekannte Wälder und verlasse den Trampelpfad. Vor mir fallen Steine auf den Boden. Tänzelnd laufe ich über sie oder an ihnen vorbei.
Wohin führen mich meine Beine?
Tragen sie mich bis zum Ende?
Gibt es ein Ende?

Stille. Nur die Flügel der Schmetterlinge hört man schlagen.
Oder ist das der Wind? 

Machmal möchte ich gerne einen ganz normalen Alltag haben.
Doch dann ist es noch nicht kompliziert genug.
Ist das Chaos nur in meinem Kopf?
Warum dies, warum das?
Spielen die Antworten wirklich eine Rolle?
Ändert sich etwas, wenn ich die Antworten kenne? Verändert es mich?
Vermutlich nicht.

Und wenn doch immer Chaos ist – tatsächlich oder nur in meinen Gedanken – ist es dann nicht trotzdem eine Form von Alltag?

Die Schmetterlinge sind mit das Schönste am Frühling.
Dabei sind es doch auch nur Insekten.
Und sobald man ihre Flügel berührt, können sie nicht mehr fliegen…

Ich möchte sie anfassen.
Bitten zu bleiben.
Dann dreht sich der Wind…
…und die Steine fallen weiter.

Wann wache ich auf?

Montagmorgen 1/52

Es dauert manchmal endlos lange bis der Morgen erwacht.
Vier von Dreihundertsechsundsechzig.

Manchmal könnte ein Morgen viel länger dauern…
In der einen Stunde, in der ich mich im Bett herumwälze und auf das Klingeln meines Weckers warte, träume ich.
Ich träume von nackten, vom lachen bebenden Körpern und einem Morgen, der mir den Atem raubt.
Loslassen.
Einfach sein.
Ich träume davon, vom Leben überrascht zu werden, obwohl ich keine Überraschungen mag.
Positiv.
Negativ.
Was ist was?

Aufgewacht.
Eingeschlafen.
Geträumt.
Wach.
Nachgedacht.
Alles vermischt sich.
Was will ich überhaupt?
Was ist Traum und was Wirklichkeit?

Endlich klingelt der Wecker.
Der Tag beginnt.

Traumtänzerin

Bild

Wir denken zu viel und fühlen zu wenig. – Charlie Chaplin

Hiermit möchte ich klarstellen: ich bin pro Gefühl!
Physisch, psychisch – ich möchte fühlen. Alles. Am liebsten gleichzeitig.

Spüren, fühlen, riechen, schmecken. 
Diese kleinen Knöpfe vom Hemd öffnen.. nach jedem einzelnen ein weiteres Stück Haut unter meinen Fingern spüren.
Einatmen.
Das Gefühl festhalten.
Implodieren und explodieren.
Ausatmen.
Einfach sein.
Eins sein.
Nicht darüber nachdenken.
Genießen.
Unbeschwert.

Ein Verlangen breitet sich aus. Langsam, aber unaufhaltsam.
Verrückte Gefühle.
Verändern sich.
Verändern mich.

Verrückte Welt.
Ich brauche Schlaf.

Wolkenbaden

Fensterplatz. Nochmal Glück gehabt.
Ich bin gerne über den Wolken, wie mir gerade wieder auffällt.
Wolken sehen so unglaublich weich aus.
Ich möchte auf ihnen durch den Himmel laufen… der Sonne entgegen.
Durch die Wolken laufen und von einer zur anderen hüpfen.
Hier sieht alles friedlich aus.
Die Gedanken in Wolken baden macht mich glücklich!

Schlaflos

Der Schlaflose multipliziert die Ereignisse. – Hans Arndt

Heute hätte ein kurzer Tag sein können. Dann hatte er aber doch ganz unerwartet vierundzwanzig Stunden.
Bereits ein paar Wochen ein paar Gänge runtergeschraubt, scheint mir alles zuviel und auch zuwenig. Was muss ich noch erledigen, was habe ich schon erledigt und warum schaffe ich nicht viel mehr? Warum bin ich so vergesslich?
Speicherplatz im Gehirn muss frei geräumt werden. Es stellt sich mir die Frage: Wie bekomme ich den Kopf frei für Neues?
Manche Menschen behaupten, man verarbeitet im Schlaf das Erlebte. Die Seele träumt sich frei…
Wenn ich schlafe, dann träume ich. Eigentlich träume ich immer.
In der letzten Woche habe ich allerdings Dinge geträumt, von denen ich nicht geahnt hätte, dass meine Phantasie so etwas erschaffen könnte.
In einer Nacht ist mir in meinem Traum eine Kröte aus dem Nagelbett meines linken Daumens geklettert. Eine dicke, fette Kröte.
Die Traumdeutung nennt das dann „ansteckende Hässlichkeit“ und beschreibt, dass man seine wahre Schönheit versteckt. Aha.
In einer anderen Nacht habe in meinem Traum dabei zugesehen, wie ein kleines Propellerflugzeug vor meinen Augen abgestürzt ist. Es saß nur ein Mann in dem Zweisitzer; ein mir und meinem Herzen kein Unbekannter.
Laut Traumdeutung steht der Tod ja immer für einen neuen Lebensabschnitt. Habe ich nun also abgeschlossen? Ein Flugzeug in Flammen aufgehen sehen ist nach der Traumdeutung auch ein gutes Zeichen.
Rauch und Wolken bedeuten Unheil. So genau kann ich mich leider nicht mehr daran erinnern.
Mein Vater wischt das alles weg und sagt, dass meine Phantasie nur Bilder aus gesehenen Filmen wiederholt. Ist es wirklich so simpel? Lege ich zuviel Gewicht in meinen kleinen Kopf?